Mehr als 4 Monate sind seit unserer letzten Austauschbegegnung ins Land gezogen und wir werden immer wieder an die schönen Stunden in Almaty erinnert. Vielleicht habt Ihr euch ja beim Lesen des Online-Tagebuches gewundert, das es in den älteren Beiträgen keine Fotos mehr gibt. Das hat einen ganz einfachen Grund. In Deutschland gilt seit Juli ein neues Datenschutzgesetz, welches eine Veröffentlichung von Daten nur mit schriftlicher Einverständniserklärung vorsieht. Also mussten wir vieles löschen.
Das hält uns aber nicht ab, in Zukunft trotzdem wieder ansprechende Beiträge ins Tagebuch zu setzen. Also dranbleiben! Ganz überraschend erhielten wir vor wenigen Tagen Post vom Pädagogischen Austauschdienst in Bonn. Dieser möchte uns mit einer Plakette auszeichnen, die Schulen verliehen wird, die über mehrere Jahre hinweg eine erfolgreiche Partnerschaft mit einer PASCH-Schule im Ausland pflegen. Die Plakette ist Ausdruck der Anerkennung für das Engagement, den Einsatz für Weltoffenheit, den Aufbau, die Aufrechterhaltung und die Qualität der Partnerschaft. Wir sind sehr stolz und dankbar für diese Ehrung, zumal wir die einzigste Schule aus Sachsen sind.
Also liebe Partnerschule - das ist auch euer Verdienst und dazu unseren Glückwunsch! Dies ist natürlich Ansporn für weitere anspruchsvolle Begegnungen. Und bereits im März 2019 sollen sie fortgesetzt werden. Wir freuen uns auf euer Kommen in den letzten beiden Märzwochen und sind schon jetzt in den ersten Vorbereitungen dazu.
Es ist kurz nach Mitternacht und am Flughafen spielen sich die alltägliche Szenen der Verabschiedung ab. Schnell noch ein Freundschaftsfoto, eine herzliche Umarmung und nette Worte des Dankes. Die Gasteltern äußerten sich recht positiv über ihre "Kinder auf Zeit" und forderten uns auf, in 2 Jahren wieder zu Besuch nach Almaty zu kommen. Nachdem sich alle verabschiedet hatten, ging es zur Gepäckabgabe und Passkontrolle. Obwohl einige Koffer das erlaubte Gewicht deutlich überschritten, gab es keinerlei Probleme. Auch bei der Passkontrolle lief alles nach Plan, bis Frau Weichelt an der Reihe war. Im Reisepass fehlte der Schein vom Visum. Und der lag schön säuberlich im gerade abgegeben Koffer. Also wieder zurück und den Koffer ausfindig machen. Das war Stress pur. Aber am Ende verlief alles gut. Der Flug startete sogar 4 Minuten früher und schon waren wir auf Heimatkurs. Die 6 Stunden Flugzeit waren schnell um und in Frankfurt angekommen, umarmte Emilia erst einmal den Boden. Auch hier wieder die lästigen Kontrollen, wo diverse Leute auf Sprengstoff kontrolliert wurden (unter anderen auch ich). Nun ein letztes Boarding nach Leipzig und pünklich 10.45 Uhr landeten wir. Schnell die Koffer eingesammelt und dann die freudige Begüßung durch Eltern und Geschwister, die bereits auf uns warteten. Eine erlebnisreiche Zeit ist zu Ende, jedoch die Erinnerungen daran werden bleiben.
Louis
Heute ist Sonntag und damit der letzte Tag unseres Aufenthaltes, der mit der Gastfamilie durchgeführt wurde. Ich bin spät aufgestanden und auch nach dem Frühstück liesen wir es ruhig angehen. Dann sind wir in ein Restaurant essen gegangen, es gab leckeren Schaschlyk. Mit einem Taxi fuhren wir wieder nach Hause. Jedoch waren die Straßen eine Katastrophe. Dagegen sind die Feldwege in Deutschland besser. Am Nachmittag mussten noch die letzten Geldscheine verschleudert werden. Ich kaufte mir ein tolles Buch über die Geschichte Kasachstans und fuhr im MEGA- Zentrum eine Runde Schlittschuh. Zum Abendbrot noch mal schön Pizza essen, den Koffer packen und noch etwas ausruhen. Und dann ging es ab zum Flughafen. Alle waren traurig, da es wieder nach Deutschland ging. Es waren 2 schöne Wochen und es hat uns gefallen in Almaty. Wir hoffen, das der Schüleraustausch noch viele Jahre bestehen bleibt.
Eric
Während Eric es in seiner Gastfamilie eher ruhig angehen lies, hatten andere noch einen richtig aktionsreichen Tag. So besuchten Selina und Annalina noch den Phantasy-Park und holten sich bei der großen Hitze einen leichten Sonnenstich. Alex war im ca. 70 Km entferneten Qapschaghai, einem Erholungsort an einem großen See. Fast alle Lehrer stöberten auf dem riesigen Flohmart der Stadt nach den letzten Mitbringseln und begaben sich dann noch einmal in 3000 m Höhe in die Bergwelt am Almatiner Stausee. Pünktlich gegen Mitternacht trafen alle mit prall gepackten Koffern(z.T. mit Übergewicht) am Flughafen ein.
Der letzte gemeinsame Tag in Almaty. Heute hieß es auf zum Issyk-See. Die Abfahrt war für 8.45 Uhr angesetzt. Auf Grund von "widrigen äußeren Umständen" kamen Alex und Jan zu spät. Doch wir warteten geduldig. Los ging es Richtung Osten. Zunächst erfuhren wir von der Reiseleiterin mehrere Legenden über die erste Besiedlung der Region und Wissenswertes über Almaty. Wir fuhren auf der alten und neuen Seidenstraße, die nach China führt. Früher zogen hier Kamelkarawanen entlang, heute sind es Autoschlangen bzw. Blechlawinen. Wir verließen die Seidenstraße und fuhren Richtung Issyk-See. Rechts und links der Straße tauchten abgeplattete Hügel auf..... sakische Grabhügel aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Siebzig Stück davon wurden bisher entdeckt. Wir hielten an unserem ersten Ziel, dem Museum Kurgane von Issyk an, um den Goldenen Mann zu bestaunen. Die Schüler durften sich in Gruppen zusammenfinden und erhielten Aufgabenzettel mit Fragen. Die beste Gruppe sollte am Ende des Tages einen kleinen Preis gewinnen. Wir erfuhren u.a. das der Goldene Mann 1969 gefunden wurde, die Paradeausrüstung vollständig war und mit 150 goldenen Schmuckelementen und 4000 aufgenähten goldenen Plättchen verziert ist. Weiterhin wurden Grabbeilagen gefunden, welche im Museum ausgestellt sind. Das Museum ist klein und angenehm übersichtlich. Es war für mich erstaunlich, mit welchem Eifer versucht wurde, die Aufgabenstellungen zu beantworten.
Anschließend ging es entlang des Issyk-Flusses über Serpentinen, die uns immer höher brachten und atemberaubende Ausblicke in die Tiefe und Ferne eröffneten, zum Issyk-Stausee. Schon beim Aussteigen aus dem Bus bot sich ein absolut fantastisches Panorama über den See hin zu den Bergen. Alle schnappten sich ihre Picknick-Ausrüstung und die von den Gastfamilien zubereiteten Speisen und suchten sich am Ufer ein schönes Plätzchen. Die Sonne gab ihr Bestes und ein leichter Wind wehte, so dass einige, ich eingeschlossen, es nicht merkten, das wir einen Sonnenbrand bekamen. Das Wasser des Sees ist türkisfarben, aber nur 7° C warm. Baden also ausgeschlossen, nur Kneippkur. Einige unternahmen eine Bootstour, andere verkrümelten sich etwas abseits. Es herrschte eine entspannte -gechillte Stimmung. Die Handys und Kameras waren in Dauerbetrieb, um die besten Motive zu erhaschen.
Bevor wir uns wieder auf die Rückfahrt begaben, konnte die Staumauer besichtigt werden und noch einmal der Blick hinab ins Tal schweifen. Wir sahen das Denkmal für die Opfer der Naturkatastrophe (über 1000!)vom 07.07.1963. Damals lösten Unwetter einen Erdrutsch aus, der die natürliche Staumauer sprengte und todbringende Schlammlawinen zu Tale gingen. Auch konnten wir ein modernes Institut für alternative Enegiegewinnung sehen, welches im Rahmen der EXPO 2017 entstanden ist. Auf der Rückfahrt kontrollierten die Lehrkräfte die Aufgabenzettel und prämierten die beste Gruppe. So ging ein wunderschöner Tag zu Ende.
Ich bedanke mich auf diesem Wege für die Möglichkeit, an dieser Reise teilnehmen zu können. Das war ein Urlaub der besonderen Art. Danke an Frau Guhlmann für die Organisation. Danke an Frau Weichelt und Frau Kühn und vorallem an euch Schüler. Ihr seid große Klasse!
Euer Marko
Liebes Online-Tagebuch
Heute hatten wir unseren letzten Schultag in Almaty. Und es sollte noch mal ein besonderer werden. Als Höhepunkte standen das Kulturprogramm mit anschließender Verabschiedung durch die deutsche Abteilung und der verschobene Erdbeben-Alarm auf dem Plan. Gleich in der 1. Stunde nutzten wir noch mal die Gelegenheit unsere Showeinlagen zu proben. Gegen 11.30 Uhr gab es dann wirklich den Alarm. Da Almaty in einer seismisch aktiven Region liegt, wird hier regelmäßig ein Erdbeben- Alarm durchgeführt. Alle Klassen versammelten sich auf dem Schulhof. Mit grünen oder roten Ampelkarten signalisierte der jeweilige Lehrer die Vollständigkeit der Klasse. Einige größere Schüler demonstrierten Erste Hilfe-Maßnahmen an möglichen Verletzten. Danach ging es wieder in den Unterricht. Und 13 Uhr war es dann soweit. In der Aula der Schule versammelten sich Schüler und Lehrer der deutschen Abteilung von der 1.-11. Klasse sowie der Schulleiter und Eltern. Über 15 Kulturbeiträge mit Tanz , Gesang, Sketch und Insrumentalmusik wechselten ab. Dabei konnten wir nur staunen, mit welch hohem Niveau sich die Talente präsentierten. Kurz vor Schluss waren wir dann an der Reihe. Frau Guhlmann moderierte kurz an und bedankte sich für die schöne Zeit. Wir hatten ein super Programm in den 2 Wochen und waren ständig auf Achse. Daher auch unser Disco-Fox zum Lied "Atemlos durch Almaty". Danach forderten wir den gesamten Saal auf zum Flashmob-Dance. Sogar der Schulleiter reihte sich mit in den Tanz ein und es war eine tolle Stimmung. Völlig entspannt und froh, dass wir so gut angekommen waren, nahmen wir einen letzten gemeinsamen Imbiss ein. Unsere Gastlehrer überreichten uns noch ein Gastgeschenk und zum Schluss liesen wir Luftballons mit unseren Anschriften in den Himmel steigen. Der Abend klang im Trampolin-Park aus, wo wir viel Spass hatten.
Selina
Der Morgen begann wie jeder andere auch. Aufstehen und sich in einer halben Stunde fertig machen. Statt in den Unterricht gingen wir in die Cafeteria, da wir sowieso nicht viel vom Stoff verstehen. Lieber ein Buch lesen, am Handy spielen und noch einmal unsere Showeinlage durchproben. Gegen 11.15 Uhr gingen wir dann doch in unsere Klassen, da für 11.30 Uhr ein Erdbeben-Probealarm angesagt war. Wir alle schauten gespannt auf unsere Uhren, doch es geschah nichts. Die Stunde ging ganz normal zu Ende. Erst später erfuhren wir, dass auf Grund des Wetters der Alarm auf den nächstenTag verschoben wurde. Ja und bereits heute ging es das letzte Mal zum gemeinsamen Mittagessen. Es gab Cäsar- Salat mit Gyros. Einfach lecker! Gegen 14 Uhr starteten wir mit dem Bus in Richtung Kasteev-Museeum. Es ist mit rund 25.000 Kunstwerken das größte Kunstmuseeum Kasachstans und Zentralasiens. Dort ist zur Zeit eine Wanderaustellung der Gebrüder Grimm zu sehen. Bei einer Führung wurde uns das Wirken und die Bedeutung der beiden Brüder erklärt. Sie waren die ersten Gelehrten, die alten Sagen und Märchen nachgingen, um sie für die Nachwelt aufzuarbeiten. Sie haben ihre Märchen nicht selbst erfunden, sondern nur aus Überlieferungen aufgeschrieben und illustriert. Dabei sollten die Menschen angeregt werden, über folgende Fragen nachzudenken: Woher kommen wir? Wofür leben wir? Der heutige Ethik-Lehrer würde sagen: Nachdenken über den Sinn des Lebens. Die Austellung war hübsch dekoriert und fand großen Anklang. Mit neuen Wissen machten wir uns auf den Heimweg. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es gleich weiter ins MEGA, wo wir uns, wie sollte es anders sein, bei Mc Donalds trafen. Nach einer kleinen Stärkung, bestehend aus 9 Chicken Nuggets, einem doppelten Cheeseburger und einer Cola ging es durch die Geschäfte. Erst um 21 Uhr begaben wir uns mit einem Eis in der Hand zufrieden und müde zurück nach Hause ins Bett.
Alex
Heute war schlechtes Wetter. Es regnete den ganzen Tag, aber trotzdem ging unser Programm weiter nach Plan. Wir hatten Unterricht in den Fächern Englisch, Mathe und Chemie. Am Freitag ( also schon in 2 Tagen) wird es ein zweites großes Kulturprogramm geben und man bat uns , einen Beitrag dazu zu liefern. Was tun? Schnell einigten wir uns auf einen Sketch, welchen Louis und Alex in Szene setzten und eine Tanzeinlage. Da die Teilnehmer aus der 9. Klasse gerade die Tanzstunde absolviert hatten, konnten sie uns zu einem gemeinsamen Tanz animieren. Dabei bewies Emilia echte Qualitäten als Tanzlehrerin. Jede freie Stunde nutzten wir zum Proben, um nicht all zu peinlich aufzutreten. Danach ist Mittagszeit - auf ins Restaurant Lipistok! Heute gab es Lagman. Dies ist ein Nudelgericht mit Fleisch und Gemüse. Am Nachmittag stand ein Besuch im Goethe-Institut an. Dieses Institut ist dafür da, die deutsche Sprache zu fördern. Man kann dort in der Bibliothek über 4000 Bücher, CD`s und DVD`s ausleihen. Das Ausleihen und Zurückgeben macht man digital. Das fand ich total cool. Es gab sogar die neusten deutschen Zeitschriften, allerdings musste man diese in der Bibliothek lesen. Das Institut veranstaltet auch Projekte mit Schulen und Hochschulen. Im letzten Jahr nahm dabei die Klasse 7M von unserer Gastschule teil. Am Abend trafen sich noch fast alle Schüler in einem Trampolin-Park. Da war es sehr schön.
Annalina
Vom heutigen Tag berichtet euch Dominik. Wie schon bekannt, geht es um 8 Uhr mit der Schule los. Wir hatten in der 9. Klasse die ersten 3 Stunden Unterricht in den Fächern Geschichte, Sport und Geographie. Ab der 4. Stunde arbeiteten alle Austauschschüler gemeinsam am Projektthema, indem wir Fahrzeugmodelle mit Solarzellen bzw. Brennstoffzellen bastelten. Jeweils 4 Gruppen stellten ihre eigenen Modelle her und gaben dem Fahrzeug ihr individuelles Design. Nach Ende der Konstruktion testeten wir die Fahrzeuge auf dem Schulhof und ermittelten in einem kurzen Wettrennen die Sieger. Lustig anzusehen war ein Fahrzeug, dass nur rückwärts fuhr, da beim Zusammenbau die Anschlüsse vom Motor verwechselt wurden. Gegen 13 Uhr gab es wieder Mittagessen, diesmal stand Spaghetti Bolognese auf dem Speiseplan.Und wer davon nicht satt wurde, konnte noch Pizza nachschieben. Dann warteten auch schon unsere Gasteltern mit ihren Autos auf uns. Die Fahrt ging nach Kok-Töbe, dem Hausberg Almatys, der ca. 1000 m über dem Meeresspiegel liegt. Mit der Seilbahn ging es hinauf und es entfaltete sich ein gigantischer Blick auf die Stadt. Bei herrlichem Sonnenschein konnten wir uns da oben austoben. Ob Sommerrodelbahn, Riesenrad, Trampolin, Mini-Zoo, Luftgewehrschießen, Souvenierläden ....für jeden war etwas dabei. Am späten Nachmittag gingen dann alle zufrieden nach Hause.
Noch geschafft vom Wochenende ging es trotzdem 7.45 Uhr in die Schule. Wir hatten von 8- 10.30 Uhr Unterricht nach Plan. Interessant anzusehen war an diesem Vormittag der Unterricht der 11. Klasse im Fach" Vorbereitung zum Wehrdienst". Sowohl Mädchen als auch Jungen übten marschieren, Waffen zusammen bauen, schießen und die Erstversorgung an Verletzten.
Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause und entspannten uns. Und wo entspannt man sich am besten? Natürlich bei Mc Donalds.
Eure Luisa
Heute ist der 22. April, der 7. Tag nach unserer Anreise. Die Fahrt nach Turkestan war sehr anstrengend und nervraubend. Die fehlenden Einheiten an Schlaf machten uns noch ganz verrückt. Ich persönlich habe auf dieser Fahrt gemerkt, das auf Hygiene nicht so viel Wert gelegt wird. Daher machten wir uns nach der Ankunft in Almaty sofort auf den Weg unter die Dusche und dann ab ins Bett. Noch halb verschlafen unternahm ich am Nachmittag mit Annalina und ihrer Gastschwester Dana einen Ausflug in den Hawai Aqua Park. Die Parkplätze vor dem Einkaufzentrum, indem sich dieser Aqua Park befindet, waren voll besetzt. So etwas sind wir von Colditz schon mal gar nicht gewöhnt. Als wir endlich eine Parkmöglichkeit gefunden hatten, gingen wir in den Park. Schnell die Bikinis angezogen und schon waren wir in einer großen Halle. Darin fielen mir sofort die zahlreichen Wasserrutschen auf. Die mussten getestet werden! Leider war es in den Wasserrutschen so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht sah. Wir probierten noch 2 Reifenrutschen aus, doch auch diese waren dunkel. Nach diesem Rutscherlebnis in der Finsternis gingen wir in ein großes Schwimmbecken. Der Beckenboden war so rutschig, dass Annalina gleich beim ersten Schritt ins Becken ausgerutscht ist. Zum Glück ist nichts passiert. Dana zeigte uns auch einige Wasserkunststücke, die wir vergeblich versuchten nachzumachen. Nach diesem Toben im Wasser stellte sich der Hunger ein. Also ab zum Imbiss und Pizza bestellt. Danach hielten wir uns noch im Kinderbecken auf. Am Ende besuchten wir die Sauna und eine Kältekammer. Völlig geschafft und ermüdet ging es nach Hause und sofort ins Bett.
Miriam
Ja, obwohl alle so geschafft wie Miriam von der Reise zurück kamen, wurde in den meisten Gastfamilien noch etwas unternommen. Louis und Jan fuhren in die Berge, wo trotz sommerlicher Temperaturen noch Schnee lag. Luisa und Selina waren zu einer Geburtstagsparty eingeladen, wo so richtig geschlemmt wurde. Und auch Alex und Jan probierten lecker Schaschlyk aus. Selbst die Begleitpersonen verabredeten sich zu einem gemeinsamen Essen, bei dem es sehr lustig zuging.
Gestern um 20 Uhr begann unsere Reise gen Süden. Ca. 50 Personen nahmen an diesem Ausflug teil ( Schüler, Lehrer, Familien). Da der Bus keine funktionierende Bustoilette hatte, waren wir auf Stopps an der Autobahn angewiesen. Und dies sollte eine Erfahrung fürs Leben werden! Erst nach 3 Stunden Fahrt gab es den ersten Halt. Alle raus und wohin? Die Enttäuschung war groß, Geruch und Aussehen der Örtlichkeiten trieben die meisten lieber in die freie Natur. Manch einer hoffte auf bessere Bedingungen am nächsten Haltepunkt.Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Viele fanden dann zur vorgerückter Stunde endlich zu ein paar Stunden Schlaf. Aber früh um 5 Uhr weckte die Reiseleiterin gnadenlos alle auf. Wir waren in Taraz angekommen. Der erste Höhepunkt- ein Mausoleumsbesuch bei Nacht. Die Reiseleiterin erzählte ziemlich ausführlich die Legende zu diesem Bauwerk, was aber dazu führte, dass wir völlig durchfroren. Also schnell wieder in den Bus und aufwärmen. Die Reise geht weiter nach Otrar. Dort befindet sich ein archeologisches Museum. Aber bis dahin sind es noch 5 Stunden Fahrt. In Otrar schien die Sonne und der Himmel strahlte blau. Wir besichtigten zunächst das Museum, indem alte Krüge,Schalen und Schmuck zu sehen waren. Gleich in der Nähe konnten wir die Überreste archeologischer Ausgrabungen sehen und die alte Burgruine bestaunen.
Und dann gleich weiter zur nächsten geschichtlichen Sehenswürdigkeit, eine Gedenkstelle, die Arestan Baba für seinen Lehrer bauen lies. Der Legende nach dauerte der Bau ganze 7Jahre, da jede Nacht ein blauer Stier die Gedenkstelle wieder zerstört haben soll.
Es ist 14 Uhr und damit Zeit zum Mittagessen. Gestärkt geht es nun zum Aufbruch nach Turkestan. Dies ist eine Stadt vergleichbar mit Mekka. Ein sehr beliebter Pilgerort in Zentralasien mit imposanten Bauwerken. Zum Glück gab es hier interaktive Möglichkeiten, um Abstand von den vielen geschichtlichen Details zu gewinnen oder kleine Souveniers zu kaufen. Gegen 18 Uhr starten wir zurück nach Almaty. Wir werden wieder 10 Stunden im Bus verbringen und Ausschau nach begehbaren Toiletten halten. Wenn alles klappt, sind wir um 7 Uhr morgen früh wieder in Almaty. Obwohl es eine anstrengende und informative Reise war, haben alle gut durchgehalten und deshalb ein dickes Lob für alle!
Hanna
Der Tag heute wird etwas vom Programm abweichen, da sich kurzfristig alle Schüler der Klassen 5-11 einem 4-stündigen Kompetenztest unterziehen müssen. Da würden wir nur stören. Also heißt es spontan, selbständig etwas zu unternehmen. Zunächst klärten wir in einer Teamsitzung den Schlachtplan für die nächsten Tage ab. Danach zog es die reiferen Jungen mit Marko in die Natur zum Park des Präsidenten(Männer unter sich). Und die die Jüngeren wollten eher Action. Also ab ins "MEGA". Ein kurzer Stopp bei Mc Donalds, dann sportliche Aktivitäten im Spieleparadies. Naja, und ein Blick in die Geschäfte durfte auch nicht fehlen. Zum Mittag trafen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Mittag. Der Nachmittag wird genutzt, um sich auf den großen Wochenendausflug vorzubereiten bzw. sich etwas zu erholen. Irgenwie haben einige sehr kurze Nächte!? 20 Uhr starten wir dann mit Rucksack und guter Laune in Richtung Süden. Die alte Seidenstraße ruft. Vor uns liegen ca.1000 km, die wir in der Nacht mit dem Bus zurücklegen werden. Also nicht wundern, wenn wir erst wieder am Sonntagabend Lebenszeichen von uns senden können, unterwegs wird es keine Gelegenheit dazu geben.
Heute ist der 19. April und wir sind schon 3 Tage hier in Almaty. Ich bin Emilia und schildere euch heute unseren Tag. Er begann mit dem Aufstehen 6 Uhr und dem Schulbeginn um 8 Uhr. Es war mal eine Erfahrung wert, wie die kasachischen Schüler lernen und ob sie etwas anderes machen als wir bei uns in Deutschland. Eigentlich ist vieles ähnlich, außer die Sprache natürlich. Ich habe nur wenig verstanden, konnte aber schon erkennen, welches Thema sie gerade behandeln. Frau Kühn durfte gleich ihre pädagogischen Fähigkeiten in der 3. Klasse unter Beweis stellen, indem sie mit den Kindern den Spruch "Morgens früh um sechs, kommt die kleine Hex" einstudierte. Auch Frau Guhlmann ist nicht nur zur Erholung mitgereist, sie unterrichtete die 11. Klasse in Landeskunde Deutsch. Nach der 6. Stunde war Schluss und wir verabredeten uns noch zu gemeinsamen Aktivitäten, bevor es am Abend noch zu einem musikalischen Event ging. Es ist 18.30 Uhr-auf geht`s zum Konzert mit Orchester. Wir haben uns schick angezogen und sind mit dem Taxi zur Philharmonie gefahren. Es traten Künstler mit verschiedenen Instrumenten auf, wobei jedoch das klassische kasachische Instrument Dombra überwog.
Heute war 8 Uhr Begrüßung in der Schule. Nachdem sich die deutsche Abteilung vorgestellt hatte, gab es einen Schulrundgang. Eine Schülerin erklärte uns alles und nannte wichtige Fakten über die Schule. Hier lernen in diesem Schuljahr über 2000 Kinder mit 126 Lehrkräften! Gegen 11 Uhr waren wir zum Naurys-Fest eingeladen. Da Regenwetter war, musste die Veranstaltung in die Aula verlegt werden. Alle Schüler der Klassen 8-11 waren versammelt und zeigten uns ein eindrucksvolles Programm aus Gesang und Tanz, entsprechend ihren Nationalitäten. Im Anschluss daran durften wir die vielen verschiedenen Speisen und Gerichte, welche von den Eltern und Lehrern zubereitet wurden, verkosten. Einfach lecker! Nach diesem Festschmaus ging es weiter zur Stadtrundfahrt. Mit einem Bus und Reiseleiter steuerten wir verschiedene Ziele in der Stadt an. Unser erster Stopp führte uns nach Medeo, wo sich das bekannte Eisstadion befindet. In über 1000m Höhe gelegen, lag noch frischer Schnee und es war ziemlich kühl. Weiter ging es ins Stadtzenrum mit dem Besuch der Kathedrale. Ihre wahre äußere Schönheit konnte man leider nicht erkennen, da sie mit Baugerüsten zugestellt war. Dafür fand im Inneren gerade ein Gottesdienst statt, der sehr eindrucksvoll war. Desweiteren schauten wir uns den Panfilov-Park und den Palast der Republik mit dem Abai-Platz an. Gegen 18.30 Uhr endete unser Tagesprogramm und wir fuhren geschafft nach Hause.
Jonathan
Erfahrungsgemäß gilt es am ersten Tag in der Ferne sich so schnell wie möglich an die neue Umgebung anzupassen und in den Gastfamilienalltag einzuordnen. Dies bleibt nicht immer problemlos. So gab es bereits am Vormittag erste besorgte Anrufe der Gasteltern, weil das Gastkind nichts essen wollte. Andere hatten kurze Ansätze von Heimweh und wieder andere hatten Schlafstörungen. Doch keine Sorge, spätestens morgen wird sich alles eingepegelt haben. Auch die Technik wollte nicht so recht funktionieren. Nach Stromausfall ging nichts mehr und deshalb haben unsere Einträge etwas Verspätung. Bereits am Nachmittag fanden die ersten Aktivitäten in den Gastfamilien statt. Das schöne Wetter lockte Sayora und Selina in die Berge ins Skigebiet Shymbulak. Fast alle anderen spazierten im Park des 1. Präsidenten und erkundeten das Einkaufscenter "MEGA". Gute Gelegenheit auch gleich Geld umzutauschen. Der aktuelle Kurs ist für uns sehr günstig. Für 1 Euro erhalten wir 404 Tenge. Die Erwachsenen trafen sich bereits am Vormittag in der Schule, wo es eine erste herzliche Begrüßung durch die Lehrkräfte der deutschen Abteilung gab.
Montag, der 16.04.2018. Es heißt früh aufstehen, um ja nicht zu spät zu kommen. Man fand sich gegen 7 Uhr auf dem Sophienplatz Colditz ein. Außer einer, der kam mal wieder zu spät. Ach Alex! Als er eintraf, hieß es Koffer verstauen und ab auf den Flughafen Leipzig. Dort angekommen, mussten alle wegen Reisefieber auf WC. Als auch das erledigt war, gaben wir unser Gepäck auf und gingen zur Kontrolle. Es war ganz lustig anzuschauen, wen sie kontrollierten und wen nicht. Bei Emi piepte es am Kopf, bis man herausfand, das es ihre Haarspange war. Bei Erik piepte es am Bein.Tja, Gürtel vergessen abzubinden. Ehe wir losflogen, gingen noch alle einkaufen. Und dann Start nach Frankfurt. Kurz vor der Landung gab einige Turbulenzen, doch unser Pilot meisterte dies gut. Endlich angekommen, suchten wir schnell unseren nächsten Gate auf. Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich auf diesem riesigen Flughafen zu orientieren. Nur gut, das wir ortskundige Personen dabei hatten. Vor dem Start nach Almaty gab es noch ein richtiges Poserbild auf der Rolltreppe. Der Flug verlief problemlos und in Astana gab es noch einen kurzen Zwischenstopp. Dabei konnten wir zusehen, wie die das Flugzeug enteist wurde. 90 Minuten später setzten wir schon zur Landung in Almaty an. Schnell noch die Passkontrolle gemeistert (war gar nicht so einfach bei unseren bescheidenen Russischkenntnissen)und dann die herzliche Begrüßung durch unsere Austauschschüler und ihre Gastfamilien.
Euer Louis
Obwohl das Ziel knapp 5000 km östlich von uns entfernt liegt, haben die Teilnehmer des diesjährigen Schüleraustausches es fest im Fokus. Die letzten Überlegungen und Vorbereitungen laufen (Was packe ich alles in den Koffer? Welche Gastgeschenke muss ich noch besorgen? etc.)
Alle sind schon in Vorfreude und Gespanntheit, was sie so alles erwarten wird. Die Kontakte zu den jeweiligen Gastfamilien sind geknüpft und das Programm steht im Wesentlichen. Da wir gerade zur Frühlingszeit in Almaty verweilen, werden uns natürlich wieder die Sitten und Bräuche des Naurys-Festes vergegenwärtigt. Den Höhepunkt unseres Aufenthaltes wird aber sicher ein langes Wochenende im Süden des Landes bilden. Dort haben wir die Möglichkeit, historische Städte an der alten Seidenstraße zu besichtigen. Dies wird für alle Teilnehmer nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch ein nachhaltiges Erlebnis werden. Wer kann schon von sich behaupten, einmal im Leben auf den Spuren von Marco Polo & Co. gewandelt zu sein.
Also schaut rein in unser Tagebuch und informiert euch über das tägliche Geschehen!
Kaum zu glauben, aber das Jahr 2018 hat bereits seinen Lauf genommen und wir möchten unseren Gastfamilien und den Lehrkräften unserer Partnerschule liebe Neujahrsgrüße übermitteln.
Das Jahr 2018 wird für uns sicher wieder eine herzliche Austauschbegegnung in Almaty bereithalten. Diese wird vom 16.-30. April stattfinden. Momentan sind wir bei der Zuordnung der neuen Teilnehmer in entsprechende Gastfamilien. Wir reisen insgesamt mit 11 Schülern, 2 Lehrkräften und 2 interessierten Eltern. Unser gemeinsames Projektthema lautet diesmal: "Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit", welches an die EXPO 2017 in Kasachstan angelehnt ist. So werden wir in Gesprächsrunden unter anderem darüber diskutieren:
- Vor welchen globalen Herausforderungen steht die Menschheit bei der zukünftigen Energiegewinnung und Energieversorgung?
- Wie sieht das urbane Leben von morgen aus?
- Wie werden wir wohnen und wie werden wir uns fortbewegen?
Hierzu wollen wir verdeutlichen, welchen aktiven Beitrag jeder einzelne zum Umwelt- und Klimaschutz leisten kann.
Neben dieser Projektarbeit soll aber auch die Landeskunde und gemeinsame Freizeit nicht zu kurz kommen. Entsprechend sind Exkursionen, Theaterbesuch, Unternehmungen mit den Gasteltern etc. eingeplant.
Es warten also spannende und unterhaltsame Tage auf uns. Wie gehabt informieren wir euch dann wieder zu aktuellen Aktivitäten.