Während unsere kasachische Gastschule schon seit mehr als 4 Wochen Sommerferien genießt, neigt sich auch bei uns das Schuljahr dem Ende entgegen. Es war wieder ein sehr erfolgreiches und abwechslungsreiches Jahr, wobei der 6. Schüleraustausch im März nur einer von vielen Höhepunkten war. Gern erinnern wir uns an die ereignisreichen Tage und die gemeinsamen Stunden in der Schule bzw. den Gastfamilien. Hiermit möchten wir noch einmal DANKE an alle sagen, die diese Veranstaltung begleitet und unterstützt haben. Und bereits jetzt wird der Fokus auf die nächste Austauschbegegnung gerichtet. Es soll einige Neuerungen geben. So werden wir den Termin des Schüleraustausches in den September nächsten Jahres verlagern, da dieser Zeitpunkt für alle Beteiligten günstiger als das Frühjahr ist. Und es besteht der Wunsch von mehreren deutschen Gasteltern im nächsten Jahr selbst mit nach Kasachstan zu reisen, da ihre Kinder das Interesse an diesem Land und den Menschen geweckt haben. So könnten wir den Schüleraustausch auch zu einem Elternaustausch erweitern. Mal sehen, wie das funktionieren wird.
Jetzt aber lassen wir den Schulalltag für einige Wochen vergessen und freuen uns auf die verdienten Ferien. Wir wünschen erholsame Tage und viele neue Eindrücke.
Kein Aprilscherz, heute wird unser 6. Schüleraustausch enden. Die erste Verabschiedungsrunde von den Gasteltern findet vor unserer Schule statt. Freude über eine wunderschöne gemeinsame Zeit weicht der Traurigkeit über die Trennung mit Tränen in den Augen. Vielen sind die Gastkinder/-schwestern ans Herz gewachsen und der Abschied fällt schwer. Schnell werden die Koffer in die Kleinbusse verstaut und 8.15 Uhr rollt der Konvoi los in Richtung Berlin-Schönefeld. Problemlos erreichen wir gegen 11 Uhr den Flughafen. Die Stimmung ist gedrückt, denn jeder weiß, es folgt die zweite Verabschiedungsrunde mit den mitgereisten Schülern und Begleitpersonen. Entsprechend emotional fällt auch diese Zeremonie aus. Aber eines ist gewiss: Unser Austauschprogramm wird weitergehen und wir werden uns im Jahr 2020 in Almaty wiedersehen. Das mag zwar weit entfernt klingen, doch die Zeit läuft schneller als gedacht. Unsere Gäste kommen in der Nacht pünktlich und wohlbehalten in der Heimat an. Jedoch mit einem Makel. Wie sagt Nina so humorvoll? "Ohne Abenteuer können wir nicht! " Das Abenteuer bestand darin, das das Gepäck von 7 Teilnehmern fehlte und in Moskau abhanden gekommen war. Erst mit der nächsten Maschine kamen die Gepäckstücke an. So nahm letztendlich doch noch alles ein gutes Ende.
Es ist Sonntag, der 30.März und es wird unser letzter gemeinsamer Tag werden. Jan, Alikhan und ich wurden am Morgen durch lautes Pochen an der Fensterscheibe geweckt. Draußen standen Max und Jan. Sie wollten uns abholen, um uns etwas ganz besonderes zu zeigen. In der Nacht hatten die Schafe bei Max gelammt und wir konnten den Nachwuchs bestaunen. Für die kasachischen Stadtkinder wohl einzigartig, neugeborene Lämmchen zu beobachten. Nebenbei wurden Pläne geschmiedet, wie wir den letzten Tag verbringen wollen. Die Entscheidung fiel auf das Freizeitbad Riff. Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon los und wir vergnügten uns 3 Stunden mit Tauchen, Springen und Rutschen. Wieder zu Hause ging es ran ans Koffer packen. Und damit rückte auch die Frage aller Fragen immer näher: Ist der Koffer ja nicht zu schwer? Eine Waage brachte Gewissheit; alles im grünen Bereich. Zum Abendessen gab es noch selbstgemachte Pizza, eher wir dann den Tag gesellig ausklingen liesen. Auch in den anderen Gastfamilien wurde dieser Sonntag ruhig und entspannt verlebt. Es wurde noch mal so richtig geschlemmt sowie Spaziergänge oder kleine Ausflüge, wie zum Beispiel zum Völkerschlachtdenkmal Leipzig unternommen. Und unser Madi hatte das ultimative Erlebnis, in einem Porsche zu sitzen! Auch für alle anderen Gäste stand mit dem Kofferpacken noch eine Hürde an. Dürfen es nun 20 oder 23 kg sein? Passt auch wirklich alles rein? Zur Not mussten Vakuumtüten aushelfen oder Gepäckstücke auf andere verteilt werden.
Alex
Heute sind wir gegen 8 Uhr mit dem Bus nach Dresden gefahren. Nach unserer Ankunft stellte sich schon das erste Problem ein: ein Großteil der Gruppe musste auf Toilette. Die Toiletten im Zwingermuseum waren jedoch noch nicht geöffnet. Als Notlösung musste die Gaststätte Sophienkeller dienen, wovon die Managerin weniger begeistert war. Nachdem dieses Problem gelöst war, ging es in die Museen. Hier hatte man die Qual der Wahl: entweder Gemäldegalerie oder Mathematisch-Physikalischer Salon. Ich entschied mich für den Salon. In diesem konnte man neben Teleskopen auch Messgeräte für Wegstrecken, mit denen schon August der Starke sein Reich vermaß, als auch Scheiben, die mit Sonnenlicht Metall zum Schmelzen brachten, bestaunen. Obwohl wir eigentlich keinen Museumsführer hatten, konnte uns ein Wachmann doch die Funktion des einen oder anderen Gerätes erklären. Als dann auch die letzten Kinder den Weg aus der Gemäldegalerie fanden, ging es weiter zum Fürstenzug und zur Frauenkirche. Vor der Kirche entstand unser letztes Gruppenfoto, ehe es nur noch ein Ziel gab: Essen fassen und Shopping. Die Gruppe löste sich auf und stürmte Fastfood-Filialen oder Kaufhäuser der Stadt. Unsere kasachischen Gäste erledigten die letzten Einkäufe, um das restlich Geld zu verbrauchen. Bekam man die Hoffnung, nun sei alles zusammen, fiel ihnen plötzlich ein, was sie noch unbedingt brauchten. Erst 16 Uhr war Erlösung in Sicht, als es wieder in Richtung Bus ging. Nach knapp über einer Stunde Fahrtzeit erreichten wir Colditz. Abends grillten viele Familien noch einmal, da herrliches Wetter war und nach einer Runde Fifa zog es auch uns ins Bett.
Euer Alex
Heute war unser letzter gemeinsamer Schultag. Ich denke alle Gastschüler haben nun einen Einblick in unsere Schulstruktur und Fächer erhalten und können so Vergleiche mit dem eigenen Schulsystem ziehen. Yan in der 10. Klasse hat dies wunderbar gezeigt, indem er Präsentationen im Fach Geographie anhörte und dannach die Unterschiede zu kasachischen Ansprüchen darlegte. 12.15 Uhr verliesen wir das Schulgebäude und bereiteten uns auf die Abschlussfeier am Abend vor. Fleißig wurde Kuchen gebacken, Salate hergerichtet oder Fleisch zum Grillen eingekauft. Ab 17 Uhr ging es los im Jugendklub. Die Tische wurden eingedeckt und der Grill angefeuert. Nach und nach füllte sich der Klub mit Schülern, Eltern und Familienangehörigen. Über 50 Anwesende wurden gezählt. Sie tauschten ihre Erfahrungen/Erlebnisse im Schüleraustausch aus und es war eine herzliche und aufgeschlossene Stimmung. An einem Tisch hatte sich ein Colditzer Künstler unter das Publikum gemischt. Er zeichnete den ganzen Abend Bilder nach Wunsch der Kinder. Nachdem sich alle ausgiebig am Büfett sattgegessen hatten, führte die Tanzgruppe ihren Tanz vor, den sie während der Projekttage erlernt hatten. Dafür erhielten sie entsprechend Applaus. Im Anschluss bedankten sich die deutschen Teilnehmer bei allen Betreuern mit einem Strauß Blumen. Ja, und zum Abschluss konnten alle Teilnehmer noch eine Überraschung in Empfang nehmen. Zur Erinnerung gab es für jeden ein T-Shirt, ein Base-Cup und einer Power-Bank. Adal und Madi erhielten zusätzlich Urkunden für außergewöhnliche Leistungen. Marietta und Damira zeigten spontan noch einen Nationaltanz und so langsam neigte sich der Abend seinem Ende.
Selina
Jan und ich sind heute 6.30 Uhr aufgestanden. Nachdem wir ein kleines Frühstück gemacht haben, sind wir zum Bus gelaufen. Obwohl Jan keine Lust auf Unterricht hatte, musste er Mathe, Musik, Deutsch und 2 Stunden Englisch über sich ergehen lassen. Zum Mittag gingen einige Schüler des Schüleraustausches gemeinsam Döner essen und danach in das nahe liegende Lidl-Geschäft. Erst hinterher fuhren wir nach Hause und hatten Freizeit. Alex, Jan M., Jan P. und ich spielten zusammen auf der X-Box. Andere Teilnehmer trafen sich, um letzte Einkäufe zu tätigen oder einfach nur zu chillen. Der Schulleiter Herr Horn lud die Begleitpersonen zu sich nach Hause ein und zeigte bei einem Stadtrundgang seinen Wohnort Wurzen. Gegen 18 Uhr traf sich das Lehrerkollegium der Sophienschule mit den Gastlehrern aus Kasachstan in der Bowlingbar und es wurde ein geselliger Abend, bei dem viel gelacht und erzählt wurde.
Max
Bereits am Frühstückstisch konnten die Familien, welche ein Zeitungs-Abo haben, den Artikel über unseren Schüleraustausch lesen. Er nahm fast eine ganze Seite ein und macht richtig gute Werbung für unsere Schule.
Der Artikel zum Download
Aber all zu lang konnten wir uns nicht mit dem Lesen der Zeitung beschäftigen, denn wir mussten pünktlich am Bus sein. Um 7.30 Uhr rollte ein moderner Reisebus an, der uns in Richtung Harz in die historische Stadt Quedlingburg brachte. Wir fuhren 2, 5 h und hatten dabei keine Langeweile. Die Mädchen sangen zur Musik und die Jungen spielten eher mit dem Handy. In Quedlinburg angekommen, führte uns ein kleiner Fußmarsch durch interessanten Gassen und Plätze direkt zum Schlossberg. Von hier oben hatten wir einen imposanten Ausblick auf die über 1000 Jahre alte Stadt mit ihren hübschen Fachwerkhäusern und den Harz. Wir nahmen an einer Schlossführung teil, die uns die beeindruckende Geschichte des Schlosses und der Stadt unter der Herrschaft der Ottomanen näher brachte. Danach ging es wieder bergab in das Stadtzentrum, wo jeder 2 Stunden Freizeit verbringen konnte. Wir genossen das Flair dieser Stadt und waren von der kreativen Ausgestaltung der einzelnen Schaufenster fasziniert. Um 14 Uhr ging unsere Harzreise weiter nach Derenburg. In diesem Ort befindet sich eine kleine, aber feine Glasmanufaktur. Die Herstellung von Glasartikeln hat im Harz eine lange Tradition. Wir schauten den Glasbläsern bei der Arbeit zu und konnten in einer Ausstellungshalle die vielfältigsten Kunstwerke aus Glas bestaunen. Den Höhepunkt bildete aber die eigene Herstellung einer Glaskugel. Jeder durfte sich seine Farben für die Kugel selbst wählen und unter Mithilfe eines Glasbläsers pusteten wir gefühlvoll in den Glasrohling hinein. Langsam formte und vergrößerte er sich zu einer Kugel und bereits nach 1 Minute war sie fertig. Nun musste sie nur noch abkühlen und verpackt werden. Stolz verliesen alle mit einer Glaskugel im Gepäck die Manufaktur und traten die Rückreise an. Zu Hause erzählten wir begeistert von unserem erlebnissreichen Tag im Harz.
Eure Leah
Es ist Dienstag, der 26. März. Da unser 3 tägiges Projektthema beendet ist, besuchen wir ab jetzt alle Unterrichtsstunden nach Plan. Im Laufe des Vormittages erschienen 2 Vertreter von der regionalen Presse und interviewten Schüler, Lehrer und den Schulleiter zum Schüleraustausch. Wir machten ein paar Fotos und beantworteten geduldig die vielen Fragen des Reporters. Für mich etwas ärgerlich, weil ich dadurch meine Hofpause verpasste. Schon morgen soll ein ausführlicher Bericht in der Leipziger Volkszeitung veröffentlicht werden. Der Nachmittag verlief dafür ganz nach meinem Geschmack. Es ging nach Bad Lausick in das Freizeitbad Riff. Hier konnten wir ausgelassen toben, indem wir tauchten, vom Turm sprangen und die Wasserrutschen strapazierten. Unsere Gastschülerin Damira ist eine hervorragende Synchronschwimmerin und zeigte uns natürlich eine Kostprobe ihres Könnens. Die Lehrkräfte liesen es etwas ruhiger angehen und relaxten im Whirlpool oder der Sauna. Nach 3 Stunden Aufenthalt im Bad wollten einige einfach nicht nach Hause und Frau Guhlmann hatte es schwer, alle aus dem Wasser zu bekommen. Zu Hause angekommen haben wir noch Abendbrot gegessen und dann ging es zu Bett.
Annalina
Nach dem Wochenende in den Gastfamilien ging es heute wieder zur Schule und danach zum Nachmittagsangebot. Die 1.Unterrichtsstunde verbrachten wir bei Mathematik, Physik, Deutsch oder Geschichte. Im Anschluss trafen wir uns wie gehabt in unseren Projektgruppen und verfeinerten die Präsentationen. Die Puppenspieler probten intensiv ihre selbst zusammengestellten Texte und die Tänzer stimmten die harmonische Tanzfolge ab. Bis 11 Uhr musste alles geschafft sein, denn dann begann die Generalprobe. Alle waren sehr aufgeregt und standen unter Hochspannung. Und dann 12.30 Uhr war es soweit- die Aula füllte sich mit Zuschauern der Klasse 5. Sie wollten sehen, was wir in den 3 Tagen Projektarbeit so alles geleistet hatten. Alle Akteure standen mit Begeisterung auf der Bühne und es wurde eine tolle Vorführung. Das Publikum klatschte Applaus und die Pädagogen Eva, Jana und Patrick bedankten sich für das gute Zusammenarbeiten. Nun waren alle glücklich und erleichtert und konnten unbeschwert zum nächsten Programmteil übergehen. Dieser beinhaltete den Besuch des ältesten Gefängnisses in ganz Deutschland. Wir fuhren mit Kleinbussen nach Waldheim, wo uns Marko und der Vati von Alex am Gefängnistor begrüßten. Zunächst erhielten wir wesentliche Informationen über diese Strafvollzugsanstalt. Immerhin befinden sich im Waldheimer Gefängnis aktuell knapp über 400 Insassen. Besonders ältere Gefangene und Schwerverbrecher werden hier verwahrt. Sogar kasachische Spätaussiedler sind unter den Inhaftierten. Auch der berühmte Schriftsteller Karl May war hier in Haft. Leider durften wir keinen Blick in die bewohnten Zellen werfen. Dafür gab es im Museem des Gefängnisses eine Musterzelle zu besichtigen. Für unsere kasachischen Gäste war es unverständlich, was für ein Komfort solchen Schwerverbrechern geboten wird. In jeder Zelle eigenes WC, TV, Radio, Kaffemaschine, Bücher. Fast wie ein Hotelzimmer. Es gibt keine bewaffneten Aufsichtspersonen, nur der Stacheldrahtzaun erweckt einen abschreckenden Eindruck. Damit ging wieder ein schöner und erlebnisreicher Tag zu Ende.
Eure Philine
Das Wochenende war leider viel zu kurz und wurde ausschließlich mit den Gastfamilien gestaltet. Während es einige Familien eher ruhig und entspannt angingen, wollten andere so viel wie möglich zeigen und unternehmen. So gab es die unterschiedlichsten Aktivitäten. Ein Besuch im Leipziger Zoo, im Jump House oder auf der Sommerrodelbahn standen genauso auf dem Programm wie Wanderungen in der unmittelbaren Umgebung in Grimma oder dem Besuch von Museen. Ganz hoch im Kurs stand auch das Shopping in verschiedenen Einkaufscentern. Abends fanden dann Grillpartys oder Bowling statt. Die Lehrkräfte erkundeten am Sonntag gemeinsam das Vogtland. Dies ist ein Ausläufer des Erzgebirges mit vielen Sehenswürdigkeiten. Unsere Anreise gestaltete sich etwas schwierig, da es ab der Stadt Aue Umleitungen gab und diese schlecht ausgeschildert waren. Aber wer sucht, der findet! Zuerst besuchten wir das Raumfahrtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz. Dort konnten wir interessante Fakten über die Planeten und die Geschichte der Raumfahrt erfahren. Kurios fanden wir unsere unterschiedlichen Gewichte bezogen auf Mars und Mond. Plötzlich standen statt 65 Kg auf der Erde nur noch 26 kg bzw. 15 kg auf der Anzeige. Tja, man kann Süßes ohne Ende essen, muss nur die richtige Waage benutzen! Weiter ging es nach Klingental in eine 400 Jahre alte Schule. Lehrer gab es dort zwar keine mehr, dafür eine sehr schön rustikal und urig eingerichtete Gaststätte. Da der Tag noch nicht ganz im Nebel und Regen verschwand, nutzten wir auch die Gelegenheit, die moderne Vogtland-Arena mit ihrer Sprungschanze zu besichtigen. Voll mit neuen Eindrücken und interessanten Begebenheiten ging es zurück nach Colditz.
Das Lehrertem Nina, Gulzhan, Symbat, Birgit und Monika
Der heutige Tag soll ein besonderer werden, denn für viele ist es eine Premiere auf einer Buchmesse zu sein. Noch dazu auf einer recht großen, denn die Leipziger Buchmesse ist nach Frankfurt/.M. die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands. Bereits auf dem Hauptbahnhof Leipzig konnten wir dass Gewimmel der vielen Menschen erleben, so dass wir kaum Platz fanden, um mit dem Zug zur Messe zu gelangen. Dort angekommen mussten wir zunächst eine Sicherheitskontrolle durchqueren. Die Menschen drängten sich dicht an dicht und wir kamen nur in Kleingruppen vorwärts. Alle hatten 4 Stunden Zeit, sich auf der Messe umzusehen und Bücher zu kaufen. Besonders beeindruckend für uns waren die lebenden Manga-Figuren, die sich unter das Publikum mischten. Ja, und es gab noch eine Überraschung. Frau Akylbekova war extra aus Magdeburg angereist, um die Gruppe zu besuchen. Am Nachmittag verliesen wir schon relativ erschöpft das Messegelände und fuhren ins Stadtzentrum zum Shopping. Die meisten Teilnehmer kauften bereits erste Geschenke zum Mitnehmen ein. Gegen 17.30 Uhr trafen wir uns dann alle vor der Thomaskirche ein. Den Abschluss dieses Tages sollte ein Orgelkonzert in der Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach bilden. Es war sicher nicht jedermanns Lieblingsmusik-aber ein bischen Kultur muss sein! Erst spät am Abend ging es auf die Rückfahrt nach Colditz. Spätestens jetzt waren alle todmüde und geschafft. Ein erlebnisreicher, aber auch anstrengender Tag neigte sich dem Ende.
Erik, Dominik
Hallo, liebe Tagebuchleser. Keine Angst-uns gibt es noch! Wir waren die letzten Tage viel unterwegs und sind zeitlich nicht dazu gekommen, unsere Beiträge zu aktuallisieren. Das werden wir jetzt nachholen. Am Donnerstagvormittag lief unser Theater- und Tanzprojekt natürlich weiter. Es wurde weiter an der Präsentation gearbeitet und zwischendrin war immer noch Zeit für lustige Bewegungs-und Konzentrationsspiele. Dabei zeigte sich mal wieder, das unsere kasachischen Gäste wesentlich mehr Talent haben sich zu produzieren. Nach der Mittagspause stand eine ganz andere Herausforderung auf dem Programm. Im Wirtschaftskabinett der Schule konnten wir kreativ werden und mit Schere, Nähmaschine und Bügeleisen lustige Stofffiguren zum Knuddeln herstellen. Selbst die Jungen, die noch nie so etwas gemacht hatten, fanden Gefallen an dieser Arbeit. Hier wiederum hatten die deutschen Gastschüler Vorteile, da sie bereits im Unterricht die Handhabung der Nähmaschine kennengelernt hatten. In gemeinsamer Zusammenarbeit konnte jeder am Ende ein lustige Figur sein Eigen nennen und mit nach Hause nehmen.
Der Tag begann mit einer Stunde Unterricht nach Plan. Danach startete unser Projekt unter dem Motto: "Freunde statt Fremde". Unter der Leitung von Theater- und Musikpädagogen aus dem Raum Leipzig werden wir innerhalb von drei Tagen ein kreatives Programm zusammenstellen. Jeder konnte sich entsprechend seinen Neigungen entweder der Theater- oder der Tanzgruppe anschließen. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es auch gleich los. Während die Tänzer ihre eigene Choreographie zusammenstellten, begannen die Theaterleute mit dem Basteln von Papierpuppen. Die Zeit verging wie im Fluge und im Nu war es 13 Uhr-Zeit für das Mittagessen. Das Wetter zeigte sich immer mehr von seiner besten Seite, so dass wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Fußmarsch zur Betriebsbesichtigung bei Anona machten. Anona ist die größte und wichtigste Firma in der Stadt Colditz, in der ca. 500 Menschen Arbeit finden. Es ist ein moderner Nahrungsmittelbetrieb, der verschiedene Produkte wie Eispulver, Powerriegel, Nahrungsergänzungsstoffe bis hin zu Bi-Phase- Produkte und Liqids entwickelt und herstellt. Zunächst präsentierte uns Herr Paul in einem Vortrag wichtige Details zur Firma, ehe wir dann in "hygienische Kostüme" schlüpften und einen Rundgang durch das Werk unternahmen. Hierbei konnten wir uns von dem hohen Grad der Automation überzeugen und einen Blick in die Forschungslabore werfen. Zum krönenden Abschluss fand eine Eisverkostung statt. Alle Kinderaugen strahlten und das Eis war ein Genuss. Alan meinte sogar, es wäre das beste Eis seines Lebens. Völlig zufrieden begaben wir uns nach 16 Uhr auf den Heimweg und liesen den Abend in Ruhe ausklingen. Ich schaute mit Damira noch einen Film und dann fielen wir müde ins Bett.
Mit lieben Grüßen Anna-Lena
Der erste Tag in de Schule begann mit einer kleinen Begrüßung. Ein paar Worte vom Schulleiter, vom stellvertretenden Bürgermeister und Frau Guhlmannn, die die Bedeutung und Sinnhaftigkeit unseres Schüleraustausches hervorhoben. In diesem Zusammenhang weihten wir auch unser Qualitätssiegel am Schuleingang ein, welches uns vom Pädagogischen Austauschdienst in Bonn überreicht wurde. Danach führten 2 Schülerinnen der Klasse 7a einen Schulrundgang durch. Im Anschluss folgte ein kleines Kulturprogramm aus Gesang, Theater, und Akrobatik. Ab der 3. Stunde gingen alle Teilnehmer zum jeweiligen Unterricht. Sogar Madi und Marko beteiligten sich aktiv im Sportunterricht der Klasse 8 und spielten Tischtennis. Gegen 12.30 Uhr mussten wir uns erst einmal stärken und nahmen ein Mittagessen ein. Das Nachmittagsprogramm stand ganz im Sinne einer Stadterkundung. Alex aus der 10. Klasse führte die Teilnehmer zu markanten Sehenswürdigkeiten der Stadt Colditz und erklärte dabei wichtige historische Fakten. Auf dem Schloss bereicherte Frau Kasten von der Schlossgesellschaft unser Programm, indem sie uns durch das Museum und die Kirche führte. Dabei konnten wir auch den Fluchttunnel der französischen Gefangenen anschauen. Sehr nachdenklich stimmten uns die Ausführungen zu den 84 Euthanasieopfern vor dem 2. Weltkrieg. Die letzte Station unserer Stadtführung sollte der Heimatturm werden. Aber aus Zeitgründen mussten wir dies leider weglassen. Nur Frau Guhlmann und Nina fuhren mit dem Auto noch hin und erklommen die 100 Stufen des Turmes. Von da oben hatten sie einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft entlang der Mulde und die Stadt. Einige Kinder gingen noch ein Eis essen. Alles in allem ein gelungener Schultag.
Hanna
Endlich ist es soweit. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Berlin, um unsere kasachischen Gäste vom Flughafen abzuholen. Mit 3 Kleinbussen starten wir gegen 8 Uhr in Colditz. Die Fahrt bis Berlin verläuft reibungslos und wir sind pünktlich um 11 Uhr zur Landung am Flughafen. Und nun stehen wir erwartungsvoll am Gate. Nach 20 Minuten dann können wir unsere Gäste in Empfang nehmen. Alle sind glücklich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Leider fehlte auch dieses Mal bei einem Mädchen ein Gepäckstück. Jetzt warten wir gespannt, wann es den Weg nach Colditz finden wird?! Ehe wir die Rückreise antraten, konnten alle einen kleinen Imbiss am Transporter einnehmen. Nur gut so, denn die Rückfahrt gestaltete sich etwas komplizierter und langwieriger. Da auf der Autobahn Stau war, mussten wir in Dresden auf die Landstraße ausweichen und auch da gab es viele Baustellen. Und selbst das Wetter zeigte sich entsprechend facettenreich. Sonnenschein wechselte mit kurzen kräftigen Regenschauern. Kurz nach 16 Uhr erreichten wir endlich den Sophienplatz in Colditz. Dort hatten sich inzwischen alle Gastfamilien eingefunden und bereiteten einen herzlichen Empfang. Völlig müde und abgespannt wollten alle nur noch nach Hause und schlafen. Schließlich hatten sie in weniger als 24 Stunden ca. 6000 km Flugstrecke hinter sich und auch noch die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Sachsen durchfahren. Nach einer erholsamen Nacht kann morgen früh die Austauschbegegnung in vollen Zügen beginnen.
Luisa
Unsere nächste Austauschbegegnung rückt immer näher. In 5 Tagen werden wir unsere 17 Gäste auf dem Flughafen Schönefeld mit Freude begrüßen können. Und dann warten 2 interessante und ereignisreiche Wochen auf alle Beteiligte. Die deutschen Gastfamilien sind schon ganz kribbelig und erwartungsvoll. Bereits jetzt schmieden sie Pläne über die Verpflegung und gemeinsame Unternehmungen und bereiten die Gästezimmer vor. Es kann also losgehen! Wir werden wieder täglich über unsere Aktivitäten im Tagebuch berichten. Bleibt also dran und informiert euch! Bis bald!
Liebe Lehrer/-innen, Schüler und Schülerinnen der Schule Nr. 68 in Almaty, liebe Eltern
wir gratulieren Euch ganz herzlich zum Feiertag! Mögen all eure Wünsche, Hoffnungen und Pläne in Erfüllung gehen. Für das Jahr 2019 nur das Beste, vor allem Gesundheit , Glück und Zufriedenheit.
Wir freuen uns bereits jetzt, euch am 18. März in Colditz begrüßen zu dürfen. Die Vorbereitungen zur Austauschbegegnung liegen gut im Plan und das Rahmenprogramm steht. Euch erwarten wieder viele verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema „Nachdenken über Ungerechtigkeit/Gerechtigkeit". Dabei sollen aber die Landeskunde, sportliche und kulturelle Aktivitäten sowie die Freizeit mit der Gastfamilie nicht zu kurz kommen. Mehr möchten wir vorher nicht verraten, es soll ja spannend bleiben. Also bis bald und bleibt interessiert!