Mit dieser Überschrift müssen wir leider den letzten Tagebucheintrag vornehmen. Wir haben nach der Corona-Krise stark gehofft, dass wir einen Neuanfang mit unseren Austauschbegegnungen starten können. Aber so, wie die politische Landschaft momentan ausschaut, ist es einfach nicht möglich. Ich werde ständig angesprochen, warum kein Schüleraustausch mehr zu Stande kommt. Es sei doch eine wunderbare Erfahrung nicht nur für Schüler, sondern auch für Eltern und Lehrer gewesen. Dem muss ich völlig zustimmen, jedoch auch begründen, warum es nicht weitergeht. Dies hat mehrere Ursachen:
- In Sachsen hat sich der Lehrermangel extrem verschärft. Die Sophienschule als ländliche Schule ist dabei besonders betroffen. Es ist so viel Unterricht ausgefallen, das Klassen meist nur 4 Unterrichtsstunden hatten oder gar im Online-Modus beschult wurden. Wie soll man da noch vernünftig im Voraus planen können, wenn man nicht weiß, was sich morgen wieder verändert.
- Auch die finanzielle Lage in Deutschland ist angespannt. Es gibt enorme Kürzungen von Fördergeldern und Reisekosten. Somit erhöht sich der ursprüngliche Eigenanteil zur Flugreise der Teilnehmer von 150 € auf über 500 €. Dieser Unkostenbeitrag ist für viele Familien nicht zu stemmen.
- Auch die Energie- und Lebenshaltungskosten sind durch die Energiekrise im Zuge des Ukrainekrieges stark gestiegen. Das hat zur Folge, dass Tagesfahrten mit Bus und Bahn oder Eintrittspreise so kostenaufwendig sind, dass sie ebenfalls durch die Familien beglichen werden müssten.
Eine Besserung dieser wirtschaftlichen Situation wird es voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren nicht geben. Deshalb müssen wir hier leider einen Schlussstrich ziehen. Was bleibt, sind die unvergesslichen schönen Momente, die wir gemeinsam erleben und genießen durften.
Dafür gilt allen Teilnehmern, Lehrkräften und Sponsoren unser ausdrücklicher Dank.